altDie Schüler des EV Regensburg konnten am vergangenen Wochenende zwei weitere Siege in der Platzierungsrunde der Bundesliga Süd einfahren.

Am Samstag setzte sich das Team von Robert Matetic und Petr Fical in einer torreichen Partie gegen den Schwenninger ERC mit 8:4 (3:0, 3:1, 2:3) durch. Die Tore für den EVR erzielten Tim Brunnhuber (2), Nicolas Sauer (2), Simon Hintermeier (2), Ludwig Nirschl und Mario Strobel. In der Sonntagspartie gegen den SC Bietigheim-Bissingen drehten die Schüler einen 0:2-Rückstand und feierten am Ende einen 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)-Erfolg. Wie bereits am Samstag erzielte Tim Brunnhuber einen Doppelpack. Den dritten Treffer markierte Ludwig Nirschl. Mit 15 Punkten aus sieben Spielen belegen die Schüler den vierten Platz in der Tabelle.

Die zweite Mannschaft des EV Regensburg verlor am Freitag in Freising mit 2:11. Im Spiel am Sonntag holte die 1b einen Zähler beim TSV Trostberg wo man sich mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben musste. Mit sieben Punkten rangiert die zweite Mannschaft des EVR auf den 13. Platz in der Landesliga Nordost.
altDen EV Regensburg ereilt weiterhin das Verletzungspech und nach dem Heimspiel gegen die Selber Wölfe reiht sich ein weiterer Leistungsträger in das Lazarett ein.

Vitali Stähle zog eine Verletzung am Innenband davon, genauer besteht der Verdacht auf einen Innenbandanriss. Diese Diagnose ist aber noch nicht endgültig, da am morgigen Dienstag noch eine MRT-Untersuchung ansteht, die zu 100 Prozent Aufschluss geben wird. Nichts desto trotz wird Stähle dem EVR ca. zwei Wochen fehlen.

Von den anderen verletzten Akteuren gibt es keine neuen Informationen. Sollte sich auf diesem Sektor etwas tun, gibt es natürlich sofort Auskunft seitens des Vereins.
altDa war sie also, die zweite Heimniederlage. Enttäuscht ging aber keiner der Regensburger Fans nach Hause, denn vor 2.697 Zuschauern schlug sich eine EVR-Rumpftruppe mehr als nur wacker.

Mit Barry Noe (Zehenbruch), Louke Oakley (Leistenverletzung), Korbinian Schütz (Einblutung im Oberschenkel) und Florian Domke (Gehirnerschütterung - Saisonende) mussten die Gastgeber auf wichtige Akteure verzichten. Auch Backup Philipp Hähl stand nicht zur Verfügung, da er für Kooperationspartner Ingolstadt im Einsatz war. Seinen Posten übernahm Joe Lala. Aus der DNL-Mannschaft standen Robin Deuschl, Philipp Grünbeck, Philipp Vogel und Lukas Stettmer im Aufgebot.

Ab Beginn des Spiels war die Marschrichtung des EVR klar: Eine geordnete Defensive und die Gäste aus Selb erstmal kommen lassen. Das Ganze ging auch gut auf, die Hintermannschaft der Hausherren, in die Michael Welter als zusätzliche Hilfe rückte, stand solide und sorgte dafür, dass immer wieder Angriffe auf das von Marko Suvelo gehütete Gästetor gefahren werden konnten. Bessere Chancen hatten aber die Selber Wölfe, die gegen wacker kämpfende Regensburger auch optisch überlegen waren. Martin Cinibulk im Kasten der Hausherren erwischte aber einen Sahnetag und sorgte neben dem großen Kampf seiner Mitspieler dafür, dass die Null lange stand. Im ersten Abschnitt fielen keine Treffer, dafür sorgte eine Spieldauerstrafe in der 17. Spielminute gegen EVR-Verteidiger Kevin Schmitt für große Aufregung. Der 21-jährige brachte Selbs Neumann zu Fall, welcher lange verletzt liegen blieb, aber dann doch aus eigener Kraft auf die Mannschaftsbank fahren konnte. Schon zu Beginn des zweiten Abschnitts kehrte Neumann zurück ins Geschehen, was für einen faden Beigeschmack sorgte, denn die Aktion von Regensburgs Schmitt hätte auch gut und gerne mit zwei Strafminuten ausreichend geahndet werden können.

Im Mitteldrittel nahm die Partie dann mehr an Fahrt auf und beide Teams sorgten aufgrund von einigen Strafzeiten für mehr Raum auf dem Eis. Vor allem die Gäste leisteten sich das ein oder andere unnötige Foul, welches ordentlich Dampf in den Kessel Donau-Arena brachte. Den ersten Treffer des Abends bejubelten wie erwartet die Selber Wölfe, als Patrick Schmid in der 24. Spielminute aus guter Position Cinibulk auf der Stockhandseite überwinden konnte. Dem 0:1 ging ein leichter Scheibenverlust der Hausherren vorher, die aber nicht aufsteckten. Bis zur 37. Minute mussten diese warten, bis sie endlich den Ausgleich bejubeln durften und fast schon erlöst wurden. David Stieler markierte in Überzahl auf Zuspiel von Petr Fical das 1:1. Auch in den zweiten zwanzig Minuten musste Doug Irwin einen weiteren Ausfall verkraften. Spieler Nummer zwei aus der SOS-Reihe, nämlich Vitali Stähle, verletzte sich am Innenband und ging nur noch in Überzahlsituationen aufs Eis.

Hauptschiedsrichter Jens Steinecke schickte schnell nach Wiederanpfiff zum letzten Drittel zwei Gästeakteure auf die Strafbank und sorgte dadurch für großen Jubel beim Regensburger Anhang. Bei doppelter Überzahl zimmerte EVR-Kapitän Fical auf Pass von Vitali Stähle die Scheibe zum 2:1 in die Maschen (42.). Jetzt hofften natürlich alle, die es mit den Oberpfälzer hielten, dass diese irgendwie den Vorsprung über die Zeit bringen. Dies blieb aber Wunschdenken, denn schon in der 46. Spielminute glich jener Neumann, der im ersten Abschnitt noch so schwer verletzt schien, für Selb zum 2:2 aus. Schön bedient von Mitspieler Heilmann drosch der Wölfe-Angreifer die Scheibe in den Winkel. Es folgte in den Schlussminuten ein aufopferungsvoller Kampf des EVR, der sogar auch noch 12 Minuten auf Daniel Stiefenhofer verzichten musste, der wegen eines Checks gegen den Kopf eben mit 2+10 bestraft wurde, welcher am Ende einen verdienten Punkt nach 60 Minuten zur Folge hatte.

Die Regensburger Kufencracks erspielten sich den Respekt des Publikums, aber auch vom Gegner, der aber in der Overtime zuschlug und sich den Zusatzpunkt sicherte. Exakt 61 Sekunden waren noch auf der Uhr, bevor es ins Penaltyschießen hätte gehen können, aber Kyle Piwowarczyk hatte etwas dagegen. Der Kanadier in Diensten des VER nutzte einen Abpraller vor Cinibulk und besorgte den 2:3-Sieg für die Franken. Kurz davor hätte Fical noch fast für Regensburg den Sieg perfekt gemacht, doch es sollte nicht sein und so verkürzt Selb den Rückstand auf den EVR auf drei Punkte.

Spitzenreiter Freiburg zieht etwas davon und hat jetzt schon neun Punkte mehr als der EV Regensburg, der mit 67 Zählern punktgleich mit dem Zweiten aus Bayreuth ist. Die Tigers haben diesen Platz nur inne, da sie die bessere Tordifferenz aufweisen können. Regensburg steht eine schwere Zeit bevor und so bleibt die Hoffnung, dass zeitnah jemand aus dem Lazarett ins Team zurückkehrt. Weiter geht es am Freitag in Deggendorf und am Sonntag gastiert der ERC Sonthofen in der Domstadt.

EV Regensburg – Selber Wölfe 2:3 (0:0, 1:1, 1:1) n.V.

Tore:
0:1 (23:21) Schmid (Maaßen-Dunlop), 1:1 (36:33) Stieler (Heger-Fical bei 5-4), 2:1 (41:43) Fical (Stähle bei 5-3), 2:2 (45:11) Neumann (Heilmann-Schadewaldt), 2:3 (63:59) Piwowarczyk (Mudryk-Schadewaldt)

Zuschauer: 2.697
Schiedsrichter: Steinecke (Haas, Riemel)
Strafen: Regensburg 12 + 5 + Spieldauer für Schmitt + 10 für Stiefenhofer, Selb 20 +10 für Meier

Der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen die Selber Wölfe => >> zum Video <<
altAm heutigen Sonntag sind die Selber Wölfe zu Gast in der Donau-Arena. Das Team von Doug Irwin entschied die beiden bisherigen Duelle mit 7:3 sowie 3:2 nach Penaltyschießen für sich und will durch einen Sieg im Heimspiel die Franken auf Distanz halten.

Die Selber Wölfe sind mit 62 Punkten auf dem vierten Platz in der Oberliga Süd zu finden. Der Rückstand auf den EV Regensburg beträgt aktuell vier Zähler. Das Team von Cory Holden ist seit zwei Spielen auf fremden Eis sieglos. Am vergangenen Freitag setzten sich die Franken gegen die Blue Devils Weiden mit 6:3 durch. Neuzugang Michel Maaßen trug mit einem Tor zum Erfolg bei. In der Verteidigung verstärkten sich die Wölfe vor sieben Spielen mit Mark Dunlop. Wie in der vergangenen Spielzeit führen Jared Mudryk mit 69, Kyle Piwowarczyk mit 63 sowie Herbert Geisberger mit 46 Punkten die interne Scorerliste an. Zwischen den Pfosten ist Marko Suvelo die unangefochtene Nummer eins. Zweimal konnte der Deutsch-Finne bereits seinen Kasten sauber halten. Backup ist Manuel Kümpel, der bisher neunmal zum Einsatz kam. Als dritter Torhüter steht Niko Stark zu Verfügung. Im Powerplay sind die Mannen von Cory Holden mit 23,38 % auf Platz vier zu finden. Der EVR belegt in der Wertung mit 28,78 % den zweiten Rang. In Unterzahl belegen die Wölfe mit 79,56 % den sechsten Platz, der EVR steht mit 83,01 auf Platz vier.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge will der EV Regensburg im Heimspiel gegen die Selber Wölfe wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Am Freitag musste sich das Team von Doug Irwin nach einem Horrordrittel mit 6:1 beim EHC Bayreuth geschlagen geben. Die Personalsituation hat nicht verbessert. Barry Noe (Zehenbruch), Korbinian Schütz (Einblutung im Oberschenkel), Louke Oakley (Leisten OP) und Florian Domke (Gehirnerschütterung – Saisonende) stehen Doug Irwin weiter nicht zur Verfügung. Wie bereits gegen Bayreuth werden auch gegen die Selber Wölfe einige DNL-Akteure im Kader stehen. Kommt der EV Regensburg gut in die Partie und kann die gefährliche Sturmreihe der Wölfe neutralisieren, ist ein Heimerfolg gegen die Franken möglich.

Spielbeginn in der Donau-Arena ist um 18:00 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 16:30 Uhr. Um längere Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden bittet der EV Regensburg seine Fans das Online-Ticketing auf www.reservix.de zu nutzen. Für alle Fans, die nicht in die Arena können, gibt es auf www.evr-liveticker.de einen Ticker zum Spiel.
altSchon nach 10 Minuten war die Partie bei den Franken entschieden. Am Ende verlor der EV Regensburg vor 2.038 Zuschauern deutlich mit 1:6 gegen die Tigers.

Personell stark angeschlagen machte sich die Truppe aus der Domstadt auf die Reise zum EHC Bayreuth. Die absoluten Leistungsträger Barry Noe (Zehenbruch) und Louke Oakley (Leisten-OP in der kommenden Woche) sowie Korbinian Schütz (Einblutung im Oberschenkel) und Florian Domke (Gehirnerschütterung - Saisonende) standen Gäste-Coach Doug Irwin nicht zur Verfügung und sorgten dafür, dass dieser kräftig umstellen musste. Außerdem war Backup Philipp Hähl in Ingolstadt und wurde von Joe Lala als Ersatzmann vertreten. Neben Lala waren mit Lukas Stettmer, Philipp Vogel, Philipp Grünbeck und Robin Deuschl noch weitere Youngster aus der DNL mit vertreten. Bei den Gastgebern konnte Dennis Thielsch verletzungsbedingt nicht mitwirken.

Zunächst verlief der Beginn des Spitzenspiels um Platz zwei etwas zäh, doch dieser Zustand hielt nicht lange. Schon in der 4. Spielminute zappelte die Scheibe zum ersten Mal im Netz. Bayreuths Stürmer Andreas Geigenmüller brachte den Puck vor das Tor und da stand EVR-Verteidiger Kevin Schmitt, welcher mehr als nur unglücklich das Ding zum 1:0 aus Hausherren-Sicht abfälschte. Zu allem Überfluss ließ Cinibulk im Gäste-Tor nur 55 Sekunden später einen harmlosen Schuss von Christopher Kasten zum 2:0 über die Linie rutschen (5.). Der Schock saß nun tief bei den Oberpfälzern, was die Tigers aus Bayreuth weiter konstant ausnutzten. Die Gastgeber feuerten aus allen Rohren und kamen durch Michal Bartosch in Minute 7 schon zum 3:0. Doug Irwin reagierte prompt, nahm eine Auszeit und versuchte seine EVR-Cracks wachzurütteln. Doch seine Worte schienen schnell verpufft zu sein, denn in der 10. Spielminute war die Partie eigentlich schon entschieden. Marcus Marsall traf hier zum 4:0 und verwandelte den Tigerkäfig des EHC in ein wahres Freudenhaus. Als dann Regensburg sich auch noch einen kapitalen Wechselfehler erlaubte und Jari Pietsch unbedrängt Cinibulk zum 5:0 überwinden konnte, war der Frust auf Gästeseite riesengroß (17.).

Nach zwanzig Minuten, die absolut zum vergessen waren, fand der EVR besser ins Geschehen. Natürlich nahmen die fränkischen Hausherren etwas Tempo aus der Partie, aber die Gäste wurden druckvoller, versäumten es aber immer wieder die Scheibe an Nicolas Sievers im EHC-Kasten vorbei zu bringen. Auch kurios: Bis zur 38. Spielminute sollte Hauptschiedsrichter Maximilian Plitz keine einzige Strafzeit aussprechen. Der EVR blieb sogar im ganzen Spiel ohne einen Gang in die Kühlbox und auch Bayreuth musste nur ein einziges Mal mit einem Mann weniger agieren. Zählbares sprang im Mittelabschnitt nicht mehr heraus, aber immerhin ergab sich die Erkenntnis, dass Regensburg optisch besser dabei war, aber einfach nicht die notwendige Durchschlagskraft an den Tag legen konnte.

Am Willen mangelte es dem Team aus der Oberpfalz nicht, aber nach fünf Gegentreffern in nur einem Drittel war die Messe natürlich schnell gelesen. Im dritten Drittel sollte somit auch nicht mehr viel passieren. Immerhin markierte Stefan Huber in der 52. Spielminute den Ehrentreffer zum 5:1, als er die Scheibe schön in den Winkel platzierte. Kurz drauf ließen es aber die Tigers kurz klingeln, denn Jozef Potac hatte in der 55. Minute den Pfosten getroffen. Den Schlusspunkt besorgte Andreas Geigenmüller in Minute 57, denn Benedikt Böhm vergab die letzte Chance zur Ergebniskosmetik, als er einen Penaltyschuss nicht im Kasten unterbringen konnte (59.).

Durch die Niederlage beim direkten Konkurrenten aus Bayreuth rutscht der EVR einen weiteren Platz in der Tabelle nach unten. Die Kufencracks sind jetzt auf Rang drei und müssen zusehen, dass sie den Anschluss nicht verlieren. Trotz der derzeitigen Verletztenmisere ist ein Sieg am Sonntag gegen die Selber Wölfe fast schon Pflicht. Dass aber alles eintreten kann, hat sich auch am Freitag in Bayreuth wieder gezeigt, denn der EV Regensburg feierte noch eine Premiere in 2014/2015: Zum ersten Mal verloren die Irwin-Schützlinge zwei Partien hintereinander. Nummer drei soll nicht folgen, deswegen wartet gegen Selb ein heißer Fight.

EHC Bayreuth – EV Regensburg 6:1 (5:0, 0:0, 1:1)

Tore:
1:0 (03:57) Geigenmüller (Mayer-Potac), 2:0 (04:52) Kasten (Feuerpfeil-Hermann), 3:0 (06:08) Bartosch (Geigenmüller-Kolozvary), 4:0 (09:25) Marsall (Juhasz-Potac), 5:0 (16:38) Pietsch, 5:1 (51:55) Huber (Merka), 6:1 (56:26) Geigenmüller (Kolozvary-Bartosch)

Zuschauer: 2.038
Schiedsrichter: Plitz (Faigle, Pfeifer)
Strafen: Bayreuth 2, Regensburg 0